Tief im Harz, hoch über einem der wildesten Täler Deutschlands, liegt ein Ort, dessen Name bis heute für Gänsehaut sorgt. Felsen, dunkle Wälder und uralte Geschichten erzählen von Hexen, geheimnisvollen Ritualen und einer Zeit, in der die Menschen die Kräfte der Natur noch ganz anders deuteten. Doch hinter der berühmten Sage verbirgt sich eine Geschichte, die weitaus älter ist, als viele Besucher vermuten.
Hoch über dem Bodetal bei Thale liegt einer der bekanntesten und geheimnisvollsten Orte des Harzes: der Hexentanzplatz. Das rund 450 Meter hohe Plateau verbindet eindrucksvolle Natur mit alten Sagen, Geschichte und moderner Erlebniswelt. Schon vor Jahrhunderten soll der Platz eine besondere Bedeutung gehabt haben. Archäologische Spuren einer historischen Wallanlage erinnern daran, dass hier bereits lange vor der heutigen touristischen Nutzung Menschen lebten und feierten. Der Name geht auf die Sage von Hexen zurück, die sich in der Walpurgisnacht an diesem Ort versammelt haben sollen. Heute gehören die Walpurgishalle, das Harzer Bergtheater, der Tierpark und weitere Attraktionen zum Erlebnis auf dem Plateau. Besonders spektakulär ist der Blick über das Bodetal zur gegenüberliegenden Roßtrappe. Am 30. April wird der Mythos lebendig, wenn zur Walpurgisnacht Hexen und Teufel den Hexentanzplatz erobern. Doch zwischen Legende und Geschichte bleibt eine Frage offen: Warum übt dieser Ort bis heute eine so besondere Faszination aus?



