Bilderserie Mausoleum im Selketal im Harz

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Zwischen den bewaldeten Hängen des Selketals verbirgt sich ein steinerner Bau, der eher an eine vergessene Kapelle als an eine Grabstätte erinnert. Seine Mauern erzählen von einer Adelsfamilie, deren Spuren bis zu Schloss Meisdorf und der Burg Falkenstein reichen. Doch wer genau hinter den alten Portalen seine letzte Ruhe fand, macht diesen stillen Ort besonders geheimnisvoll.

Am Rand von Meisdorf im Selketal liegt ein außergewöhnlicher Ort, an dem Geschichte und stille Harzatmosphäre aufeinandertreffen: das Mausoleum der Grafen von Asseburg-Falkenstein. Das neugotische Sandsteinbauwerk entstand in den 1830er-Jahren und diente über Generationen als Erbbegräbnis der einst einflussreichen Adelsfamilie. Mit seinen spitzbogigen Portalen, den filigranen architektonischen Details und dem geheimnisvollen Inneren erinnert das Mausoleum eher an eine kleine mittelalterliche Kapelle als an eine Familiengruft. Hinter dem Gitter ruhen Angehörige der Asseburger, deren Geschichte eng mit Schloss Meisdorf und der Burg Falkenstein verbunden ist. Nach der Enteignung der Familie blieb das denkmalgeschützte Gebäude erhalten. Heute führt der Selketalstieg direkt an der historischen Grabstätte vorbei. Als Stempelstelle 207 der Harzer Wandernadel ist sie zugleich ein beliebtes Ziel für Wanderer. Zwischen Wald, Wiesen und Selke wirkt der Ort wie ein stilles Fenster in eine längst vergangene Epoche.