Sport in der Hauptstadt

Olympiastadion Berlin

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Olympiastadion-Berlin-Dach

Sporthistorie in Berlin? Kaum ein Ort ist so geschichtsträchtig wie das Olympiastadion. Das Areal wurde eigens für die Olympischen Sommerspiele von 1936 angelegt – seitdem hat sich einiges verändert.

Über Stellenwert und Ausstrahlung der Spiele von Berlin haben Generationen von Historikern gestritten. Der Zwiespalt ihrer Meinungen dauert noch immer an. Ohne Zweifel haben Nationalsozialisten alles versucht, das Geschenk gnadenlos propagandistisch auszunutzen, das ihnen die Weimarer Republik hinterließ. Das IOC hatte sich bereits 1931 für die deutsche Hauptstadt entschieden.

Berlin knackt Rekorde

Berlin erlebte nahezu perfekt organisierte Spiele mit bis dahin beispielloser Resonanz von 3980 Athleten aus 49 Nationen, nahezu vier Millionen Zuschauern (alter Rekord 1,25 Millionen) und 3000 Journalisten aus 40 Ländern. Zum außergewöhnlichen Flair trug der erste Fackellauf der Geschichte ebenso bei wie die Siegerehrungen, von denen jeder einen kleinen Eichenbaum mit nach Hause nahm.

Deutschland auf Rang 1

Deutschlands Sportler holten die meisten Medaillen (33/26/30) vor den USA (24/20/12), doch zum gefeierten Helden der Spiele wurde kein Deutscher – sondern der dunkelhäutige Amerikaner Jesse Owens mit vier Goldmedaillen. Und sein deutscher Weitsprung-Konkurrent Luz Long zeigte eines der schönsten Beispiele sportlichen Fairplays. Nichts verdeutlicht das im Urteil der Geschichte schwankende Bild der Spiele besser als der Olympia-Film von Leni Riefenstahl, der wie seine Regisseurin von aller Welt ebenso bewundert wie verteufelt wurde. Das IOC rühmt noch heute auf seiner Homepage seine “unvergleichliche Qualität”.

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